Einführung in die Programmierung
Autor: Johannes Preis (johannes.preis ät campus.lmu.de)
Veranstaltung besucht im: Wintersemester 2008/2009
In dieser Veranstaltung wird man, wie der Name schon suggeriert, in die Grundlagen der Programmierung eingeführt. Nach der Klärung des Algorithmusbegriffs (einem der zentralsten Begriffe der Informatik überhaupt) folgt an Hand der Programmiersprache Java eine Einführung in das "imperative" Programmierparadigma sowie in das "objektorientierte" Programmierparadigma. Diese Paradigmen sehen jeweils verschiedene Herangehensweisen an ein "Problem" vor, denn wie so oft gibt es auch in der Informatik mehrere Möglichkeiten ein Problem zu lösen. (Anmerkung: Auf ein weiteres Programmierparadigma, das "funktionale", wird in der Veranstaltung "Programmierung und Modellierung" detailliert eingegangen.)
Zu der Informatik gehört jedoch nicht nur der Entwurf von Algorithmen, sondern auch der Beweis ihrer Korrektheit. Der Informatiker bedient sich dabei u.a. (mathematischer) Korrektheitsbeweise - einige grundlegende Methoden werden hier vermittelt (Stichwort: Hoare-Kalkül).
Da die Programmiersprache Java hier der ständige Begleiter ist, kann man nach dieser Veranstaltung auch grundsätzliche praktische Programmierkenntnisse vorweisen. Auch in der vorlesungsbegleitenden Übung sollen kleinere (Kommandozeilen-)Programme entwickelt werden (eine Einführung in die Programmierung von grafischen Oberflächen mit Hilfe der Programmiersprache Java erhält man z.B. in der Veranstaltung Medientechnik). Es sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei dieser Veranstaltung nicht um einen „Java-Programmierkurs“ handelt. Die Veranstaltung macht deutlich, dass Informatik keineswegs nur „Programmieren“ bedeutet sondern vielmehr Entwurf und Konzeption. Grundlegende Werkzeuge hierzu, wie z.B. die Unified Modelling Language (UML) werden ebenfalls vorgestellt, jedoch nicht vertieft behandelt.
Wichtig: Die Klausur in dieser Veranstaltung ist für die Medieninformatik eine sog. "Grundlagen- und Orientierungsprüfung". Anhand dieser soll die Eignung für den Studiengang festgestellt werden. Nach zweimaligem Nichtbestehen dieser Klausur ist die Forsetzung des Studiums nicht möglich.
Disclaimer: Die Erfahrungsberichte sollen lediglich einen kurzen Überblick über die Inhalte der jeweiligen Veranstaltungen geben. Es handelt sich keineswegs um eine vollständige oder umfassende Themenübersicht. Des Weiteren können die vermittelten Inhalte von Semester zu Semester (leicht) variieren. Die Erfahrungsberichte sind kein offizielles Projekt der Ludwig-Maximilians-Universität München.

