Media Informatics
- Studieninhalte
- Was ist Medieninformatik?
- So läuft das Studium ab
- Berufsmöglichkeiten
- Wir bieten
- Studienberatung

Studieninhalte
Das Studium der Medieninformatik ist eine Variante des Informatik-Studiums. Mit Mathematik und den Grundlagen der Informatik bilden die klassischen Elemente eines Informatik-Studiums einen wichtigen Bestandteil. Medieninformatik ist anwendungsorientierter als Informatik; damit ist gemeint, dass die Entwicklung von Anwendungen stärker im Vordergrund steht.
Der Studiengang gibt einen Überblick über Multimedia-Technologien, z.B. die Kodierung, Verarbeitung und Verbreitung audiovisueller Inhalte. Dabei bindet das Studium immer wieder Inhalte anderer Disziplinen mit ein. Es geht weniger um die Anwendung existierender Software zur Medienbearbeitung, sondern viel mehr um das Verständnis der Prinzipien dahinter und die Fähigkeit, Multimedia-Software selbst zu entwickeln.
Das Studium der Medieninformatik ist, entgegen weitläufiger Meinung, ein stark technisch-theoretisch orientiertes Studium. Kernpunkt des Studiums ist nicht die Erstellung von multimedialen Inhalten (Videos, Webseiten). Die nachfolgende Grafik zeigt die Bestandeteile, aus welchen sich der Studiengang Medieninformatik zusammensetzt. 
Der Studiengang bietet viel Freiraum für Kreativität und beinhaltet auch gestalterische Elemente, jedoch stellen die Inhalte der "klassischen Informatik" einen großen Bestandteil des Studiums dar. Bitte berücksichtigen Sie diesen Sachverhalt bei der Entscheidung für diesen Studiengang.
Studierende der Medieninformatik müssen sich im Bachelorstudiengang für eines der vier Anwendungsfächer entscheiden:
- Mediengestaltung, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kunstpädagogik, u.a. Malen, Zeichnen, multimediales Gestalten am Computer. (Bewerbungsmappe mit künstlerischen Arbeiten erforderlich)
- Medienwirkung, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kommunikationswissenschaft, u.a. Einführung in die Kommunikationswisschenschaft, Proseminar Medienlehre, Empirische Methoden.
- Medienwirtschaft, in Zusammenarbeit mit der Fakultät Betriebswirtschaft, u.a. Grundlagen der BWL, Digital Media Business, Projektseminar zu Neue Medien.
- Mensch-Maschine-Interaktion, in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Psychologie und Pädagogik und dem Institut für Statistik, u.a. Grundbegriffe der Psychologie, Human Factors in Engineering, Interaction Design.
Die Studienschwerpunkte des Bachelor-Studiengangs Medieninformatik sind:
- Informatik (ca. 45%): Grundlagenvermittlung, z.B. Softwareentwicklung, Rechnerarchitektur, Betriebssysteme, Datenbanken.
- Multimedia (ca. 25%): z.B. Medientechnik, Computergrafik, Mensch-Maschine-Interaktion, Digitale Medien.
- Anwendungsfachwissen (ca. 20%): Anwendungsfach, Praktika, Abschlussarbeiten.
- Mathematik (ca. 10%): Lineare Algebra, Analysis.
Im Masterstudium sind die Schwerpunkte Multimedia (ca. 45%), Informatik (ca. 40%) und Anwendungsfachwissen (ca. 15%). Die Wahl eines Anwendungsfachs ist im Masterstudiengang optional.
Was ist Medieninformatik?
Antworten einiger Bachelorstudenten:- "Informatik, die Spaß macht."
- "Während sich die klassische Informatik auf die Kommunikation zwischen Computern konzentriert, betrachtet die Medieninformatik die Kommunikation zwischen Menschen und Computern."
- "Es geht nicht um Medien oder Medieninhalte, sondern um Konzepte zur Verarbeitung und Verbreitung von Medieninhalten."
- "Man lernt, sich Dinge selber anzueignen und sich in neue Werkzeuge selber einzuarbeiten. Es ist keine Ausbildung, bei der man lernt mit bestimmten Programmen umzugehen."
- "Wieso Medien? Digitale Medien verwenden technische Medien, um neue gesellschaftliche Medien zu schaffen."

So läuft das Studium ab
Der Studiengang Medieninformatik kann jeweils zum Wintersemester aufgenommen werden. Das Studium ist als konsekutives Bachelor-/Master-Programm aufgebaut. Im Bachelorstudium ist der Stundenplan weitgehend festgelegt. Im Masterstudium herrscht dagegen größere Wahlfreiheit, es ist außerdem wissenschaftlicher ausgelegt.
Der Studiengang Medieninformatik wird nicht vom Lehrstuhl Medieninformatik (korrekter: der Lehr- und Forschungseinheit, LFE) allein angeboten, sondern von den Lehrstühlen der LMU-Informatik gemeinsam. Die LFE Medieninformatik führt allerdings viele der Veranstaltungen mit mediennahen Themen durch.
Berufsmöglichkeiten
Die Absolventen werden durch die praktisch-berufsorientierte und wissenschaftliche Ausbildung auf ein breites Einsatzgebiet in Forschung, Wirtschaft, Industrie, Handel, Verwaltung und dem Dienstleistungssektor vorbereitet. Mögliche Arbeitgeber sind Multimedia-Firmen, Werbeagenturen, Softwarehäuser, Telekommunikationsunternehmen, Rundfunkanstalten und Verlage, aber auch Schulungs-, EDV-, Öffentlichkeits- und Vertriebsabteilungen der meisten Unternehmen. Die Erfahrung bisheriger Absolventinnen und Absolventen hat gezeigt, dass darüber hinaus auch Unternehmen aus ganz anderen Industriebereichen, z.B. die Automobilindustrie im Bereich der Entwicklung von Bedienkonzepten, an dem typischen Profil dieser Ausbildung interessiert sind.

Wir bieten
- Fortschrittliche Informatikausbildung in Theorie und Praxis
- Beste Arbeitsbedingungen in einem interdisziplinären Umfeld
- Individuelle Betreuung
- Flexible Studiengestaltung
- Modernste Rechnerausstattung
- Enge Vernetzung mit einschlägigen Wirtschaftsunternehmen
- Einen Studienstandort in der Münchener Innenstadt (Maxvorstadt/Schwabing/Englischer Garten): Amalienstraße, Theresienstraße, Oettingenstraße, Ludwigstraße
Studienberatung
Wir beraten Sie auch gerne persönlich oder telefonisch zu allen Aspekten des Medieninformatik-Studiums. Eine vorherige Anmeldung per Telefon oder Email ist nicht zwingend nötig, kann aber sinnvoll sein, da Sprechstunden manchmal kurzfristig ausfallen müssen.

